Arbeitsmarktflexibilisierung und Soziale Ungleichheit by Johannes Giesecke

By Johannes Giesecke

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Kompendium der Geburtshilfe für Hebammen

Vom erfahrenen Autorenteam – ein Lehrbuch für die Ausbildung und Praxis eines Berufsbildes, das sich stark gewandelt hat. Hebammen sind heutzutage nicht nur für die Durchführung der Mutterschaftsvorsorge oder von Vorbereitungskursen zuständig, sondern auch für die Überwachung und Leitung der risikofreien Geburt in Klinik und Praxis.

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B. Buslei/Steiner (2003), Schneider et al. (2002) oder Zimmermann (2003). 23 So sind beispielsweise adäquate Aus- und Weiterbildungsangebote für die geforderte Mobilitätsfähigkeit der Arbeitskräfte äußerst notwendig. 24 Steuer- und Sozialversicherungssystem Es ist davon auszugehen, dass weitere, nicht direkt auf den Arbeitsmarkt zielende Regeln und Vorschriften die wirtschaftliche Entwicklung und Dynamik nachhaltig beeinflussen und somit insgesamt auch auf die Arbeitsmarktsituation einwirken. Eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes kann so teilweise auch über Änderungen in Bereichen, die sich nicht unmittelbar auf die Beschäftigung beziehen, erreicht werden.

1 Extern-numerische Arbeitsmarktflexibilität 43 Tabelle 2: Flexibilisierungsbereiche direkter Arbeitsmarktbezug indirekter Arbeitsmarktbezug x Beschäftigungsbedingungen x Personalkosten x Mobilitätsfähigkeit der Arbeitskräfte x Bildungssystem, Aus- und Weiterbildung x Steuer- und Sozialversicherungssystem x Unternehmensvorschriften Die einzelnen Flexibilitätsbereiche und die mit ihnen verbundenen Flexibilisierungsvorstellungen können wie folgt näher beschrieben werden: Beschäftigungsbedingungen Flexibilisierungsbestrebungen im Bereich der Beschäftigungsbedingungen beziehen sich sehr häufig auf Regelungen zum Kündigungsschutz, betreffen also die Sicherheit des Arbeitsverhältnisses.

Dies gilt insbesondere für solche Flexibilisierungsstrategien, die in einem eher universellen Sinne auf die Reduzierung der institutionellen Beschäftigungssicherheit eines Großteils der Arbeitnehmer oder sogar der gesamten Arbeitnehmerschaft zielen. Eine solche als universell zu bezeichnende Flexibilisierung, die den Kündigungsschutz für alle Arbeitnehmer gleichmäßig reduziert, erhöht zwar die Chancen der Arbeitslosen, in den Arbeitsmarkt integriert zu werden, verringert jedoch gleichzeitig den gesamtgesellschaftlichen Nutzen, der durch Kündigungsschutzregelungen erreicht wird.

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