Bezugsgruppenwechsel und Bildungsaufstieg: Zur Veränderung by Tanja Grendel

By Tanja Grendel

Befunde zur Stabilität ungleicher Bildungschancen haben im Bereich der Forschung zu einer Fokussierung auf die Erklärung der sozialen Reproduktion von Bildungswegen geführt. Die Frage nach dem Zustandekommen von Bildungswegen, die – gemessen an der Herkunftsgruppe – vom „Regelweg“ abweichen, wird hingegen weitgehend vernachlässigt. In Anbetracht der Tatsache, dass Angehörige bildungsferner Familien selbst bei Kontrolle ihres schulischen Kompetenz- und Leistungsniveaus häufig niedrige(re) Bildungsaspirationen aufweisen, geht Tanja Grendel der Frage nach, wann und unter welchen Bedingungen sich BildungsaufsteigerInnen in Gestaltungsfragen ihrer Bildungsbiographie an Gruppen orientieren, die eine höhere Wertschätzung gegenüber Bildung(stiteln) aufweisen als die eigene Herkunftsgruppe. Erhoben und ausgewertet werden zu diesem Zweck die Bildungsbiographien von Promovenden.

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Unter „bildungsfernen Familien“ werden an dieser Stelle Familien verstanden, die keinen akademischen Hintergrund aufweisen. Diese Klientel wird entsprechend auch im Fokus der empirischen Untersuchung der vorliegenden Arbeit stehen (vgl. 1). Die Ursachen der Bildungsungleichheit wurden anhand des Konzepts primärer und sekundärer Effekte der sozialen Herkunft erläutert. Primäre Herkunftseffekte äußern sich in Form heterogener Voraussetzungen für den Bildungserfolg, wie sie Kinder aufgrund ihrer familialen Sozialisation aufweisen.

Berücksichtigt in diesem Zusammenhang Vergleichs-, Beeinflussungs-, Identifikations- und Aspirationsgruppen, wobei die Benennung der Gruppen auf der jeweiligen Funktion basiert, welche diese für Akteure erfüllt. 42 In eine ähnliche Richtung zielt die Unterscheidung von „positiver“ und „negativer“ Vergleichsgruppe, womit die Bezugnahme auf oder aber eben die Angrenzung von bestimmten Gruppen beschrieben wird (vgl. Ulich 1972, 25). a. 43 In diesem Fall werden sie als Maßstab der eigenen Situation herangezogen und prägen die Selbstbewertung von Akteuren – zum Beispiel ihr subjektives Zufriedenheitsgefühl (vgl.

Theoretischer Hintergrund 40 satz – denn als ein Interpretationsbegriff im Sinne eines „begrifflichklassifikatorischen Systems“ verstanden (vgl. 47 Mit der Frage, auf welche Art und Weise die Herkunftsgruppe als Bezugsgruppe internalisiert wird und damit zu typischen Einstellungs- und Handlungsmustern der Mitglieder führt, beschäftigen sich insbesondere der Ansatz Pierre Bourdieus sowie die sozialstrukturellen Sozialisationsansätze. Zunächst wird auf den Kapitalansatz und das Habituskonzept von Bourdieu eingegangen.

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