Der glückliche Prinz und andere Märchen by Oscar Wilde, Wilhelm Cremer

By Oscar Wilde, Wilhelm Cremer

Oscar Wilde: Der glückliche Prinz und andere Märchen

Edition Holzinger. Taschenbuch

Berliner Ausgabe, 2016

Vollständiger, durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger

  • The chuffed Prince and different stories. Erstdruck 1888. Hier in der Übersetzung von Wilhelm Cremer, Berlin, Neufeld und Henius, 1922.

Inhaltsverzeichnis

  • Der glückliche Prinz und andere Märchen
    • Der glückliche Prinz
    • Die Nachtigall und die Rose
    • Der selbstsüchtige Riese
    • Der ergebene Freund
    • Die vornehme Rakete

Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger

Reihengestaltung: Viktor Harvion

Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes: Charles Robinson, Originalillustration aus »The satisfied Prince and different Tales«.

Gesetzt aus der Minion seasoned, eleven pt.

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Der kleine Hans war mitunter ganz niedergeschlagen, weil er fürchtete, seine Blumen könnten glauben, er habe sie vergessen. Aber dann tröstete er sich wieder mit dem Gedanken, dass der Müller doch sein bester Freund war. ' So arbeitete der kleine Hans weiter für den Müller, und der Müller sagte allerhand Schönes über die Freundschaft, was Hans wortwörtlich in ein Notizbuch eintrug und nachts immer wieder durchlas, denn er war ein sehr gewissenhafter Schüler. Eines Abends nun saß der kleine Hans noch spät an seinem Kamin, als es laut an der Tür klopfte.

Und der junge König stieß einen lauten Schrei aus und erwachte, und siehe, er lag in seinem eigenen Gemach, und durch das Fenster sah er den großen, honigfarbenen Mond in der dämmerigen Luft hänge n.

Die ihn zu der Zimmerflucht geleiteten, die seinem persönlichen Gebrauch vorbehalten war, sprachen oft von dem Freudenschrei, der von seinen Lippen brach, als er die erlesenen Gewänder und die kostbaren Juwelen erblickte, die für ihn bereitlegen, und von dem fast wilden Entzücken, mit dem er sein derbes, ledernes Unterkleid und seinen plumpen Schaffellmantel beiseite warf Mitunter freilich vermisste er die schöne Freiheit seines Lebens im Walde, und -60- stets war er geneigt, sich über die langweiligen Hofzeremonien zu ereifern, die soviel von jedem Tag in Anspruch nahmen; aber der wundervolle Palast -›Joyeuse‹, wie er genannt wurde -, als dessen Herr er sich nun sah, erschien ihm wie eine neue, jüngst zu seiner Lust erschaffene Welt, und sobald er der Ratsversammlung oder dem Audienzzimmer entwischen konnte, lief er die breite Treppe mit ihren Löwen aus vergoldeter Bronze und ihren Stufen aus schimmerndem Porphyr hinab und wanderte von Zimmer zu Zimmer und von Gang zu Gang wie einer, der in Schönheit ein Mittel gegen Schmerz zu finden sucht, so etwas wie Genesung von Krankheit.

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